Trägerübergreifende Koordination der Intensivbetten

Die Intensivbetten aller Spitäler werden in Oberösterreich und Wien landesweit gemeinsam gemanagt 

Erstmals in der Geschichte des Gesundheitswesens werden die Intensivbetten aller Spitäler in Oberösterreich und Wien gemeinsam gemanagt. Darauf haben sich die Spitalsträger verständigt. Diese Zusammenarbeit über die Träger und über alle Regionsgrenzen hinweg ist einzigartig in der oberösterreichischen Gesundheitsversorgung. Eine ideale Abstimmung zwischen allen Krankenhäusern ist deshalb ein wichtiges Instrument, um den vor uns liegenden Herausforderungen bestmöglich begegnen zu können.

Zentrales Intensivbetten-Management

Auch in Wien wurde in KK 15  die zentrale Steuerung der Intensivbetten der Stadt Wien und der gemeinnützigen Ordenskrankenhäuser gestartet. Zwei Mal pro Tag wird die Zahl der belegten und freien Intensivbetten gemeldet.

Durch das zentrale Intensivbetten-Management wird im Falle einer Bettenknappheit für eine zeitgerechte Vermittlung von Notfällen zwischen den Kliniken gesorgt. Hierbei besteht die Möglichkeit, häuserübergreifend nach Rücksprache mit den Abteilungsleitern die Verlegung von Patient/innen zu initiieren. Ziel sämtlicher Patiententransaktionen soll im Falle einer Bettenknappheit eine gleichmäßige, bedarfsgerechte Verteilung von Notfällen über die Spitäler des Landes Oberösterreich bzw. Wien sein. 

Ausbau der Kapazität

Derzeit ist von 250 Intensivbetten in OÖ rund die Hälfte belegt. Die Kapazität an Intensivbetten kann aber ausgebaut werden, sollte dies wegen der Corona-Krise notwendig sein – und zwar in mehreren Schritten auf bis zu 420 Intensivbetten. In Wien werden derzeit 30 COVID-Patienten intensivmedizinisch versorgt. Rund 450 Intensiveinheiten stehen noch zur Verfügung. Die Krankenhäuser der Vinzenz Gruppe stellen in Wien 45 Intensivbetten zur Verfügung und können diese auf bis zu 70 Betten aufstocken.